Methodik, Datenerfassung & Datenschutz

Was die Karte zeigt

Die Karte zeigt freiwillig übermittelte Messwerte von Smartmetern an PV-Anlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz: die Spannungen einer bis drei Phasen (L1, L2 und L3), die Netzfrequenz sowie optional einen PV-Tagesforecast. Nicht gemessene Phasen werden mit dem Wert −1 gekennzeichnet und nicht bewertet. Die Markerfarbe zeigt den Gesamtstatus der vorhandenen Phasen; die Markergröße den erwarteten spezifischen PV-Ertrag in kWh/kWp/Tag.

Die Spannungsbewertung je Phase ist dunkelblau unter 207 V, hellblau von 207 V bis unter 218 V, grün von 218 V bis 242 V, gelb über 242 V bis 253 V und rot über 253 V. Für den Marker gilt immer der schlechteste Wert aller vorhandenen Phasen. Unterspannung hat bei gleicher Schwere Vorrang vor Überspannung, damit sie auf der Karte sichtbar bleibt. Unter der Zeitsteuerung zählt die Statistik jeden Messzeitpunkt der letzten 24 Stunden genau einmal nach dem Gesamtstatus; kritische Messungen werden nicht zusätzlich als Warnung gezählt.

Das Popup zeigt bis zu drei Phasenspannungen, die Netzfrequenz und den Forecast-Ertrag, sofern Forecast und Anlagengröße vorliegen. Nicht gemessene Phasen sind als „nicht gemessen“ gekennzeichnet. Die beiden Verläufe zeigen jeweils die letzten 24 Stunden bis zum ausgewählten Anzeigezeitpunkt. Im Spannungsverlauf markieren gelbe und rote Hintergrundbereiche Warnungen beziehungsweise kritische Grenzwertüberschreitungen; Rot hat Vorrang. Veraltete Live-Messungen (älter als 20 Minuten) werden gekennzeichnet.

Im Spannungsverlauf eines einzelnen Messpunkts kennzeichnet „mögliche Schaltstufe Mittelspannung“ gleichgerichtete Änderungen von jeweils 3 bis 4 V an allen drei Phasen. Verglichen werden direkt benachbarte Rohmessungen mit höchstens sechs Minuten Abstand und vollständigen Phasenspannungen. Das gelbe Band zeigt das Intervall zwischen den Messungen; die gestrichelte Linie kennzeichnet die spätere Messung. Beim Überfahren sind deren Zeitstempel und die drei Spannungsänderungen ablesbar. Die Anzahl der Hinweise steht unter dem Diagramm. Fehlende Phasen, Datenlücken, Stundenaggregate und Notstromwerte werden nicht ausgewertet. Die Erkennung erfolgt im Browser aus der bereits geladenen Historie. Sie ist ein Hinweis, kein Nachweis einer Transformatorschaltung oder ihrer Spannungsebene; der tatsächliche Schaltzeitpunkt innerhalb des Messintervalls ist unbekannt.

Zeitstrahl der letzten 24 Stunden

Der Zeitstrahl neben „Jetzt“ fasst die Messungen aktiver Standorte in 5-Minuten-Fenstern zusammen. Jede Messung zählt einmal nach ihrem schlechtesten Phasenstatus, mit Vorrang für Unterspannung bei gleicher Schwere. Dunkel- und hellblaue Punkte kennzeichnen kritische Unterspannung und Unterspannungswarnungen, gelbe und rote Punkte Überspannungswarnungen und kritische Überspannung. Mehr Punkte bedeuten mehr Messungen; die Punktdichte ist zur besseren Lesbarkeit verdichtet und relativ zum höchsten Fensterwert skaliert. Beim Berühren oder Überfahren werden die genauen Anzahlen angezeigt. Leere Fenster enthalten keine entsprechenden Spannungsereignisse; daraus lässt sich nicht ableiten, ob überhaupt Messdaten vorliegen.

Ein Klick oder die Auswahl mit den Pfeiltasten wählt das zugehörige 5-Minuten-Fenster für die Karte. Der Zeitstrahl zeigt weiterhin die letzten 24 Stunden, unabhängig von der Kartenauswahl und den Layer- und Farbfiltern. „Jetzt“ wechselt zurück zur Live-Ansicht. Das erste und letzte Fenster können unvollständig sein. Die Daten werden alle fünf Minuten nachgeladen und serverseitig für bis zu einer Minute zwischengespeichert.

Markergröße und Aussehen

Einzelne Messpunkte erscheinen als farbige Kreise mit weißem Rand. Ihre Farbe bewertet ausschließlich die Netzspannung, nicht den PV-Forecast. Liegen ein gültiger Tagesforecast und eine Anlagengröße vor, wird der spezifische Forecast-Ertrag als Forecast in kWh ÷ Anlagengröße in kWp berechnet. Diese Punkte erhalten zusätzlich einen goldenen Sonnenstrahlen-Kranz, auch bei einem Forecast von 0. Der Kranz kennzeichnet verfügbare Forecast-Daten und ist keine Spannungswarnung.

Der Kreisdurchmesser ohne Sonnenkranz wächst stufenlos nach der Formel 12 + 2 × spezifischer Forecast-Ertrag in Pixeln; für die Darstellung wird der Ertrag auf 0 bis 10 kWh/kWp/Tag begrenzt. Beispiele: 0 ergibt 12 px, 2 ergibt 16 px, 4 ergibt 20 px, 6 ergibt 24 px, 8 ergibt 28 px und 10 ergibt 32 px. Ohne gültigen Forecast-Ertrag wird der Punkt mit 12 px Durchmesser und ohne Sonnenkranz angezeigt.

Veraltete Messpunkte werden transparenter und mit gestricheltem Rand dargestellt. Mit Forecast sind ihre Kreise 2 px kleiner, ohne Forecast bleiben es 12 px. Je nach Zoom werden mindestens fünf benachbarte Messpunkte zu einem Cluster zusammengefasst: Die Zahl zeigt die Anzahl der enthaltenen Messpunkte, die Tortenstücke deren Spannungsfarben. Ein kleines Uhrsymbol mit Zahl kennzeichnet die Anzahl veralteter Messpunkte im Cluster. Sind alle enthaltenen Punkte veraltet, wird auch der gesamte Cluster transparenter und gestrichelt dargestellt; gemischte Cluster bleiben wegen ihrer aktuellen Messungen kräftig eingefärbt. Cluster wachsen mit der Anzahl bis höchstens 60 px Durchmesser und erhalten keinen Sonnenkranz; ihre Größe hängt nicht vom Forecast ab.

Marktstammdatenregister: PV-Anlagen und Netzbetreiber

Wann PV-Anlagen angezeigt werden

Der Schalter „PV-Anlagen (MaStR)“ in der Kartenlegende blendet registrierte PV-Einheiten als kleine Punkte in der Farbe ihres Netzbetreibers ein und aktiviert auch den Netzbetreiber-Layer. Die Punkte sind keine Messpunkte der Community und zeigen keine aktuell gemessene Spannung oder PV-Leistung. Angezeigt werden ausschließlich in Betrieb befindliche PV-Einheiten mit vorhandenen Koordinaten, eindeutig zugeordnetem Netzbetreiber und eindeutiger Zuordnung zu Nieder-, Mittel- oder Hochspannung. Anlagen ohne diese Angaben sowie Übergangsebenen werden nicht dargestellt; die Karte ist daher kein vollständiges PV-Anlagenverzeichnis. Beim Hineinzoomen werden die Punkte größer und leichter erkennbar.

Filter und Spannungsebenen

Die Auswahl von Nieder-, Mittel- und Hochspannung sowie der Betreiberfilter gelten gemeinsam für die PV-Punkte und die geschätzten Netzbetreiberzuordnungen. Mehrere Spannungsebenen können gleichzeitig ausgewählt werden; ohne ausgewählte Ebene werden keine Anlagen angezeigt. „Alle Netzbetreiber“ zeigt alle passenden Betreiber, eine einzelne Auswahl beschränkt die Darstellung auf diesen Betreiber. Die Spannungsebene bezeichnet den registrierten Netzanschluss der Anlage, nicht die gemessene Phasenspannung L1, L2 oder L3. Die Filter ändern weder die Community-Messpunkte noch deren Spannungsstatistik.

Import und Datenstand

Der Import ist wöchentlich für Samstag um 01:00 Uhr (Europe/Berlin) vorgesehen. Dabei wird der MaStR-Datenexport aufbereitet; es handelt sich nicht um Live-Daten. Ein erfolgreicher Import muss anschließend auf dem Webserver bereitgestellt werden, bevor er auf der Karte sichtbar wird. Bei fehlgeschlagenen oder noch nicht bereitgestellten Aktualisierungen bleibt der bisherige Datenstand erhalten. Maßgeblich ist der in der Layer-Legende angezeigte MaStR-Datenstand, nicht der Importzeitpunkt oder das Datum der Spannungsmessungen. Nach einer Datenaktualisierung lädt ein Neuladen der Seite das neue Datenpaket.

Geschätzte Netzbetreiberzuordnung

Der zuschaltbare Layer zeigt geschätzte Netzbetreiberzuordnungen je Gemeinde in Deutschland, keine tatsächlichen Netzgebietsgrenzen. Grundlage sind in Betrieb befindliche PV-Einheiten aus dem Marktstammdatenregister mit verknüpfter Lokation und Netzbetreiber sowie vereinfachte Gemeindegrenzen des BKG. Die Lokationen der ausgewählten Spannungsebenen werden gemeinsam gezählt. Der führende Betreiber benötigt mindestens zwei unterschiedliche Lokationen und mindestens doppelt so viele wie der Zweitplatzierte; andernfalls bleibt die Gemeinde unbestimmt. Ein Betreiberfilter schränkt erst nach dieser Entscheidung die Darstellung ein.

Die Daten werden ausschließlich beim Einschalten des Layers geladen. Die Auswahl wird im lokalen Browserspeicher gespeichert. Quellen, Lizenzlinks und MaStR-Datenstand sind in der Layer-Legende vermerkt. Die Zuordnung gilt für diesen Datenstand und ändert sich nicht mit dem ausgewählten Messzeitpunkt. Spannungsmarker, Messhistorien und Statistiken werden dadurch nicht verändert.

Batteriespeicher aus dem Marktstammdatenregister

Der optionale Layer „Batteriespeicher (MaStR)“ zeigt in Betrieb befindliche Batterie-Einheiten mit veröffentlichten Koordinaten und eindeutigem Netzbetreiber- und Spannungsebenenbezug. Betreiber- und Spannungsebenenfilter gelten auch hier. Eine türkise Kontur unterscheidet die Speicherpunkte. Das Popup nennt Bruttoleistung in kW, Inbetriebnahme und, soweit veröffentlicht, Batterietechnologie und nutzbare Kapazität der verknüpften Speicheranlage in kWh. Die Kapazität gehört zur Speicheranlage und wird bei mehreren Einheiten nicht als Kapazität jeder einzelnen Einheit interpretiert. Fehlende Koordinaten werden nicht geschätzt. Registerdaten enthalten keinen aktuellen Ladezustand oder Leistungsfluss. Batteriespeicher werden derzeit nicht den Redispatch-Maßnahmen zugeordnet; die gemeinsame Registrierung mit einer PV-Anlage begründet keine Betroffenheit.

Biomasse und Wasserkraft aus dem MaStR

Biomasseanlagen und Wasserkraftwerke lassen sich getrennt zuschalten. Die Darstellung verwendet in Betrieb befindliche Einheiten mit veröffentlichten Koordinaten, eindeutigem Netzbetreiber und einer eindeutigen Nieder-, Mittel- oder Hochspannungsebene. Betreiber- und Spannungsebenenfilter gelten auch für die Anlagenzahlen; gezählt wird über den geladenen Datenstand, unabhängig vom sichtbaren Kartenausschnitt. Punkte tragen die Betreiberfarbe, mit brauner Kontur für Biomasse und cyanfarbener Kontur für Wasserkraft. Popups zeigen registrierte Brutto- und Nettonennleistung, Inbetriebnahme sowie verfügbare Brennstoff-, Technologie- beziehungsweise Wasserkraftangaben. Fehlende Angaben bleiben „nicht verfügbar“. Diese Daten beschreiben weder aktuelle Erzeugung noch offizielle Netzgebietsgrenzen. Sie ändern keine Spannungsstatistiken oder PV-basierten Flächenzuordnungen und werden derzeit nicht mit Redispatch-Maßnahmen verknüpft.

Redispatch-Maßnahmen

Der optionale Redispatch-Layer ist bei eingeschalteten PV- oder Windkraftanlagen verfügbar. Violette Ringe markieren sichtbare PV- und Windkraftanlagen, denen veröffentlichte Maßnahmen der auf redispatchdaten.de angebundenen Netzbetreiber über einen exakt übereinstimmenden EEG-Anlagenschlüssel zugeordnet wurden. Dazu werden die EEG-Anlagen über ihre verknüpften MaStR-Einheiten mit den Registerdaten verbunden; ohne passende Kennungen erfolgt keine Zuordnung. Netzebenen- und Betreiberfilter gelten auch für diese Darstellung. Die Maßnahmen werden zum ausgewählten Kartenzeitpunkt in den jeweiligen Anlagen-Popups angezeigt; Datenstand, fehlende Zuordnungen oder Zeiträume und veraltete Abgleiche werden in der Legende kenntlich gemacht. Die Regelungsstufe ist ein Quellwert, keine von uns berechnete Abregelungsquote oder Ausfallenergie. Der Standort der betroffenen Anlage ist nicht der nachgewiesene Ort des Netzengpasses. Diese Zusatzdaten verändern die Spannungsstatistiken nicht.

Die Redispatch-Legende zählt betroffene Anlagen zum gewählten Kartenzeitpunkt und summiert deren installierte Bruttoleistung aus dem geladenen MaStR-Datenstand, getrennt nach PV und Windkraft. Anlagen werden auch bei mehreren Maßnahmen nur einmal gezählt. Eingeschaltete Anlagenarten, Spannungsebenen- und Betreiberfilter werden berücksichtigt, der sichtbare Kartenausschnitt begrenzt die Auswertung nicht. Fehlende oder ungültige Leistungsangaben werden nicht als null gewertet; bei unvollständigen Angaben wird die Zahl der Anlagen mit bekannter Leistung genannt. Die Summe in MW ist weder die tatsächlich abgeregelte Leistung noch eine Ausfallenergie oder das Redispatch-Volumen. Die Auswertung umfasst nur zugeordnete Anlagen der verfügbaren Datenquellen, keine vollständige bundesweite Erfassung. Auch für historische Zeitpunkte stammen die Leistungsangaben aus dem aktuell geladenen MaStR-Datenstand.

Die zusätzliche Kennzahl „Leistungslimit nach Redispatch“ wird rechnerisch als installierte Leistung × veröffentlichte Stufe ÷ 100 in MW gebildet und über die betroffenen Anlagen summiert. Dabei wird angenommen, dass die Stufe den verbleibenden Prozentanteil der installierten Bruttoleistung bezeichnet; diese Bedeutung ist nicht für alle Datenquellen bestätigt. Die Kennzahl ist daher weder ein gemessener Leistungswert noch das tatsächliche Redispatch-Volumen. Jede Anlage wird nur einmal berücksichtigt. Bei mehreren gleichzeitig veröffentlichten, unterschiedlichen Stufen oder fehlenden beziehungsweise ungültigen Angaben wird für die Anlage kein Limit berechnet. Eine unvollständige Summe wird mit ihrer Anlagenabdeckung gekennzeichnet. Die Stufe 0 ist ein gültiges rechnerisches Limit von 0 MW. Zeitpunkt, eingeschaltete Anlagenarten und Filter entsprechen der übrigen Redispatch-Auswertung.

Zeiträume und Mittelwerte

Im Live-Modus lädt die Karte alle 15 Minuten neu. Für Zeitpunkte der jüngsten 30 Tage werden Mittelwerte eines 5-Minuten-Fensters angezeigt. Für weiter zurückliegende Zeitpunkte stehen Stundenmittelwerte bis einschließlich drei Jahre zur Verfügung.

Die Prognose wird je Standort und Kalendertag gespeichert. Der spezifische Ertrag berechnet sich aus PV-Forecast in kWh ÷ Anlagengröße in kWp. Ein Forecast setzt deshalb eine hinterlegte Anlagengröße voraus und darf höchstens 10 kWh/kWp/Tag betragen. Für die Kartendarstellung wird die Markergröße ebenfalls auf 0 bis 10 kWh/kWp/Tag begrenzt, damit einzelne Marker die Karte nicht überdecken.

Standortübergreifende Statistik

Die regionalen Filter umfassen Deutschland mit 16 Bundesländern, Österreich mit 9 Bundesländern und die Schweiz mit 26 Kantonen. Die Zuordnung erfolgt lokal anhand der Standortkoordinaten und der gebündelten Eurostat-GISCO-Grenzen (NUTS 2024, Maßstab 1:3 Millionen): Deutschland auf Ebene 1, Österreich auf Ebene 2, Schweiz auf Ebene 3. Kantonsnamen werden auf Deutsch angezeigt. Die Grenzen sind generalisiert; Messpunkte unmittelbar an einer Grenze können abweichend zugeordnet werden. Es werden dafür keine externen Standortdienste aufgerufen.

Die Speichergrößen-Auswertung zählt jeden aktiven Standort mit Messung im ausgewählten 24-Stunden-Fenster und gültiger positiver Kapazitätsangabe genau einmal. Länder- und Bundeslandfilter gelten ebenfalls. Verwendet wird die aktuell gespeicherte nutzbare Batteriekapazität in kWh, auch bei einem historischen Endzeitpunkt; eine historische Kapazitätsentwicklung ist daraus nicht ableitbar. Angezeigt werden Anzahl, arithmetischer Mittelwert, Median, Summe, kleinste und größte Kapazität sowie die Verteilung in den Klassen unter 5, 5 bis unter 10, 10 bis unter 15, 15 bis unter 20, 20 bis unter 30 und ab 30 kWh. Fehlende Angaben werden nicht als 0 kWh gewertet.

Die zusätzlichen Speicher- und Netzleistungsdiagramme zeigen immer die 24 Stunden vor dem gewählten Endzeitpunkt in 5-Minuten-Fenstern; Länder- und Bundeslandfilter gelten auch hier. Der Speicher-Ladezustand (SOC) wird in Prozent dargestellt, nicht nach Batteriekapazität gewichtet. Netzbezug und Einspeisung werden vor der Mittelwertbildung getrennt, damit sie sich nicht gegenseitig aufheben. Die Darstellung erfolgt in kW je meldendem Standort: Bezug positiv, Einspeisung negativ. Das sind mittlere Leistungen, keine Energiemengen in kWh. Zuerst wird je Standort und Zeitfenster gemittelt, anschließend über die meldenden aktiven Standorte. Fehlende Angaben werden ausgelassen, echte Nullwerte zählen mit; die Anzahl berücksichtigter Standorte wird je Diagramm angegeben.

Die Statistikseite zeigt keine Einzelstandorte. Sie mittelt die Spannungen und die Netzfrequenz zunächst je Standort und Zeitfenster und bildet daraus den Durchschnitt aller verfügbaren aktiven Standorte. Je nach Zeitraum werden 5-Minuten-, 15-Minuten-, 30-Minuten- oder Stundenfenster verwendet. Der Forecast-Verlauf zeigt für jeden Kalendertag den durchschnittlichen spezifischen Ertrag in kWh/kWp/Tag von Standorten mit Forecast und hinterlegter Anlagengröße.

Kartenhintergrund

Der Kartenhintergrund wird als selbst gehostete Vektorkarte bereitgestellt.

Datenerfassung

Die Messwerte werden durch eine Home-Assistant-Integration, Shelly JavaScript, iobroker JavaScript, Tasmota Script oder über ein eigenes Script erfasst. Die Messung liest eine bis drei Phasenspannungen und die Netzfrequenz am Smartmeter der PV-Anlage aus und übermittelt sie regelmäßig an Ortsnetz-Auslastung. PV-Forecast, Anlagengröße sowie Hersteller und Typ des Smartmeters können ergänzend angegeben werden.

Der Quellcode und die technische Dokumentation der Datenerfassung sind im Repository datenerfassung-ortsnetz-auslastung verfügbar.

Datenschutz und Aufbewahrung

Eine teilnehmende Home-Assistant-Instanz übermittelt Zeitstempel, Standortkoordinaten, eine bis drei Spannungen, Netzfrequenz, Anlagengröße, PV-Forecast sowie optional Hersteller und Typ des Smartmeters. Der Server bildet aus auf fünf Nachkommastellen normalisierten Koordinaten einen internen Standort-Hash. Die exakten Koordinaten werden nur serverseitig verarbeitet. Die öffentliche Karte und öffentliche API runden Standorte auf 0,001° (etwa 100 Meter) und geben keine Namen von Home-Assistant-Instanzen aus. Hersteller und Typ des Smartmeters sind ausschließlich im geschützten Adminbereich sichtbar.

Rohmessungen werden nach 30 Tagen gelöscht. Für abgeschlossene Stunden werden zuvor Stundenmittelwerte gebildet. Stundenmittelwerte, Tagesforecasts und die tägliche zusammengefasste Script-Statistik werden nach drei Jahren gelöscht.

Aktive Standorte, die seit mehr als 72 Stunden keine neuen Messwerte übermittelt haben, werden einschließlich ihrer Messhistorie, Stundenmittelwerte, Forecasts und gespeicherten Standortkonfiguration gelöscht.

Gesperrte Standorte können keine weiteren Messungen übertragen. Sie werden sieben Tage nach ihrer Sperrung einschließlich aller zugehörigen Standort- und Messdaten endgültig gelöscht. Eine Freigabe vor Ablauf der Frist hebt diese geplante Löschung auf. Messdaten können durch die Administration auch sofort gelöscht werden; der Standort bleibt zunächst gesperrt.

Ein Messpunkt wird auf der Karte als veraltet gekennzeichnet, wenn seine letzte Live-Messung älter als 20 Minuten ist. Nach der endgültigen Löschung können neue Übertragungen denselben Standort erneut anlegen. Anfragen zur Löschung bitte an thomas.lehmann@gmx.info.

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Notstrom- und Netzausfallmeldungen

Ein durchgestrichener Stecker kennzeichnet eine ausdrückliche Clientmeldung „Notstrom aktiv“. Diese Meldung ist kein Nachweis einer regionalen Netzstörung: Auch Tests oder manuell eingeschalteter Ersatzstrom können Notstrombetrieb auslösen. „Notstrom nicht aktiv“ ist keine unabhängige Bestätigung der Netzversorgung. Fehlende Meldungen, nachts abgeschaltete Geräte und Internetstörungen werden nicht als Stromausfall interpretiert.

Live-Meldungen sind nur möglich, wenn Messhardware, Client und Internetverbindung weiter funktionieren. Veraltete Meldungen werden nach mehr als 20 Minuten abgeschwächt dargestellt; der aktuelle Zustand ist dann unbekannt. Messpunkte werden in der Live-Karte weiterhin alle 15 Minuten nachgeladen; „Jetzt“ lädt sie sofort neu. Spannungen und Frequenzen aus dem Notstrombetrieb gehen nicht als öffentliche Netzmessung in die Spannungsstatistik ein.

Im Live-Modus gilt der zuletzt gemeldete Zustand. In historischen 5-Minuten-Fenstern und Stundenmitteln kennzeichnet das Symbol mindestens eine Notstrommeldung innerhalb des jeweiligen Fensters, nicht zwingend einen durchgehenden Ausfall. Es gelten die bestehenden Aufbewahrungs- und Löschfristen.

Die Legende zählt ausdrücklich aktive Notstrommeldungen im gewählten Zeitraum (1 oder 24 Stunden). Mehrere Meldungen desselben Standorts zählen einzeln, nicht als unabhängige Stromausfälle. Der Ausreißer-Zeitstrahl zeigt sie in einer eigenen Spur pro 5-Minuten-Fenster. Die Checkbox „Notstrom aktiv anzeigen“ blendet Notstrommarker und ihre Zeitstrahl-Spur unabhängig von den Spannungsfarben aus oder ein; die Auswahl wird im Browser gespeichert. Meldungen und Zähler werden dadurch nicht verändert. Ohne Treffer entfallen die Einträge. Bei archivierten Zeiträumen zählt die Legende Stundenaggregate mit mindestens einer Notstrommeldung statt einzelner Rohmeldungen.